17.12.2011

Geimeinderat blockiert Energiewende

Keine weiteren Windräder auf Bellheimer Gemarkung

Rüdiger John

Wolfgang Jöckle

Bellheim. Der Ortsgemeinderat Bellheim hat in seiner Sitzung vom 8. Dezember bei zwei Gegenstimmen beschlossen, die Vorrangfläche für den Bau von Windenergieanlagen nicht zu vergrößern. Die Firma JUWI, die auf dem Gollenberg bereits drei Anlagen auf Bellheimer Gemarkung betreibt, war im Vorfeld mit dem Anliegen an die Gemeinde herangetreten, zwei weitere Windränder aufstellen zu wollen.

Rüdiger John, Vorsitzender des ÖDP-Gemeindeverbandes Bellheim, zeigt sich zutiefst enttäuscht und verwundert über die Entscheidung: „Gerade auch die Parteien, die auf Bundesebene zuletzt die Energiewende beschlossen haben, halten diese in Bellheim offensichtlich für nicht nötig.“ Es zeige sich hier auf besonders traurige Weise, wie schnell Katastrophen, wie die von Fukushima im März 2011 in Vergessenheit geraten. Von moralischem Druck anderen Fraktionen gegenüber könne und dürfe angesichts der realen und gegenwärtigen Gefahr nicht die Rede sein. „Beinahe alle anderen Gemeinden im Kreis bemühen sich seit dem verstärkt darum, in naher Zukunft neue Windräder aufstellen zu können“, ergänzt John, „nur Bellheim beschließt die Wende der Energiewende!“

Auch Wolfgang Jöckle, Franktiosvorsitzender der ÖDP im Ortsgemeinderat Bellheim, zeigt sich erschüttert. Er hatte noch vor der Abstimmung versucht, den Rat durch stichhaltige Argumente von der Windkraft zu überzeugen. „Es schockt mich, dass im Bellheimer Gemeinderat solch eine Einigkeit gegen neue Windräder herrscht“, sagt Jöckle. In seiner Stellungnahme verweist er auf die bereits bestehende Infrastruktur und bezweifelt, dass zwei weitere Anlagen das Landschaftsbild im Bellheimer Süden entscheidend verschlechtern.


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